Wachskochen

Die Tage werden kürzer und die Bienen bereiten sich auf den Herbst und Winter vor.
Die Varroabehandlung haben sie relativ unbeschadet überstanden und bekommen jetzt noch etwas Zuckerwasser um ihren Vorrat aufzubauen, da nicht mehr viel an Nektar zu finden ist oder das Wetter zum Ausflug zu schlecht ist.

So bleibt für den Imker jetzt noch die Zeit das Wachs, was bei der Ernte (und bei der Bauerneuerung) angefallen ist, einzuschmelzen und zu filtern.

Nach meinen etwas umständlichen Versuchen im letzten Jahr wollte ich es mir etwas einfacher machen und habe mir als Vorbild ein rustikales Video zur Wachgewinnung genommen:

Ich kaufte mir einen großen Topf im 2nd-Hand-Laden und schoß mich in der Küche ein, um nicht von hungrigen Bienen und genervter Freundin gestört zu werden.

Schmelzen der LeistenIn dem Topf erwärmte ich Wasser und einen zweiten Topf überzog ich mit einer Baumwollwindel, die als Filter funktionieren sollte.
In das Wasser habe ich zunächst die Honigraum-Holzleisten gesteckt, um sie von den Honigresten und Mittelwandstreifen zu befreien.

Wachstopf mit Windel

 

Dann schüttete ich nach und nach die ausgepressten Wabenreste von der Honiggewinnung und auch die schwarzen Brutraumwaben hinein und wartete bis sich der Wachs verflüssigt hatte.

 

WabenschmelzeAls die Flüssigwachsschicht, die sich auf dem Wasser absetzte ein paar Zentimeter betrug schöpfte ich das flüssige Wachs mit einer alte Kelle auf die Windel.
Die Windel filterte das Wachs und übrig blieben nur die braunen Reste bestehend aus den Brutkokons, Bienen und gekochten Madenresten…
Diese Reste kamen später in den Müll.

WachsfilternNach ca. einer Stunde war der Wachstopf voll und ich beendete die erste Runde des Schmelzens.
Die Küche war inzwischen auch warm wie eine Sauna und es roch süßlich nach Wachs und Honig, sodaß erst einmal langes Lüften nötig war.
In dem Topf bildete das Wachs eine dicke Schicht, musste jetzt abkühlen und konnte dann aus dem Topf heraus geholt werden.

Bei der zweiten Runde wurde der Rest eingeschmolzen und dieses Mal war ich auch etwas sorgsamer mit dem Auslegen mit Zeitungspapier, sodass das Säubern von Wachsspritzer etwas einfacher von der Hand ging.

WachsblöckeInsgesamt war die Ausbeute in diesem Jahr 4kg feinstes Bienenwachs, welches ich nun selber verarbeiten oder beim Imkerhandel bzw. meinem Imkervater gegen neue Mittelwände tauschen kann.

 

 

Das war es dieses Mal, bis bald
Andreas

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