Premieren-Wochenende

Das letzte Wochenende hielt viele Überaschungen für mich bereit.
Nachdem, wie bereits berichtet, es zu einem unbemerktem Auszug meiner alten Königin kam, war ich natürlich traurig meinen ersten Schwarm verpasst zu haben.

Schwarm im Zaun

Schwarm im Zaun

Doch die Entschädigung kam prompt in Form eines Anrufs, den ich am Freitag bekam.
Bei der Vorbereitung einer Geburtstagsparty in den Abenteuer-Hallen Köln-Kalk wurde beim Entfernen einer Plane auf einem Container ein Bienenschwarm aufgeschreckt, der sich dort niedergelassen hatte.
Dieser Schwarm sammelte sich dann prompt in der Nähe des Party-Eingangstor, was natürlich manchen Gast verschreckt hätte.
Glücklicherweise war ein Freund anwesend, der von meinem neuen Hobby wusste und mich zur Rettung anrief.

Kraxeln

Kraxeln

Am Ort angekommen, stellte sich die Situation als nicht so einfach dar wie erwartet (Schwarm in „Kopfhöhe“). Der Schwarm befand sich in ca 2,50m Höhe in einem Drahtzaun, der nur von einer Seite zugänglich war. Einfach die Schwarmkiste unter die Bienen halten und schütteln ging also nicht.

 

Hinterm Zaun gehts weiter

Hinterm Zaun gehts weiter

Bienen in den Becher

Bienen in den Becher

In die Schwarmkiste schütten

In die Schwarmkiste schütten

Auf etwas wackligen Holzrahmen stehend mussten die Bienen also häppchenweise in eine kleine Schüssel oder Plastikbescher gestriffen oder geklopft werden und in die Schwarmkiste geschüttet werden. Natürlich bestand das Risiko, dass bei dieser Aktion die Königin verletzt oder gar getötet wird, aber es ging nicht anders.

 

Restbienen werden gelockt

Restbienen werden gelockt

Nachdem das mit dem grössten Teil der Bienen geschehen war (ca. nach einer halben Stunde) habe ich die seitlichen Löcher geöffnet, um die restlichen Flugbienen in den Kasten zu locken. Das Lüftungsgitter musste dazu mit einem Pappkarton verdeckt werden, das die Bienen sich von aussen daran hefteten, anstatt in die vorgesehenen Löcher als Eingang zu benutzen.

Gut verpacken

Gut verpacken

Die Bienen saßen dann an den Löchern und sterzelten um die Restbienen anzulocken. Nach weiteren 40 Minuten Wartezeit waren nur noch wenige Bienen ausserhalb der Kiste und ich konnte einpacken, die Kiste in meinen Keller bringen und in „Haft“ nehmen, wo sie sich zusammen unten dem Deckel kuschelten.

Zwischenzeitlich hatte ich schon Danielle angerufen, die eine leere Bienenkiste hatte und die den Schwarm bekommen sollte. Voller Freude begann sie mit der Vorbereitung der Aktion.
Der nächste Morgen war kühl, aber trocken und ich fuhr zu ihr.

2,5 kg Bienen

2,5 kg Bienen

Auf dem Brett, was vor den Kisteneingang gelegt war wurde ein weisses Tuch gelegt und mit Stiften am Flugbrett festgepinnt.
Das Kisten-Stirnbrett wurde mit Wasser eingesprüht, damit die Bienen es unangenehm empfinden und dann ging es los.

Den Deckel der Schwarmkiste, unter denen sich eine Traube Bienen befand abnehmen und über dem Tuch abschlagen, den Rest der Kiste ebenfalls dort ausschütten und die heruntergefallenen Bienen auflöffeln.

Eingang gefunden

Eingang gefunden

Dazwischen die Königin

Dazwischen die Königin

Kaum waren der 2,5kg schwere Schwarm auf den Brett, setzte er sich auch schon in Bewegung in Richtung Bienenkiste und innerhalb weniger Augenblicke durchquerten die Ersten das Flugloch. Beim Einzug sahen wir dann auch glücklicherweise die Königin, die die Fangaktion unversehrt überstanden zu haben schien.

 

 

Die Masse bewegt sich

Die Masse bewegt sich

Einsame Schnecke zwischen Bienen

Einsame Schnecke zwischen Bienen

In der Kiste

In der Kiste

Nun hiess es abwarten und ein bischen nachhelfen, bis nach ca. 2 Stunden alle Bienen das Innere der Kiste erreicht hatten.
Innen sah man sehr schön, wie die Bienen sich im vorderen Raum der Kiste sammelten, also alles wie im Bilderbuch…

Bewegte Bilder:

Hier noch mehr Bilder von Danielle im
Bienenkistenforum und auf ihrer Homepage

Danielle stellte später noch Futter in den hinteren Raum, damit die ausgehungerten Bienen die ersten Tage über die Runden kommen.
Nun gibt es eine weiter gefüllte Bienenkiste in Köln…

Bis bald
Andreas

 

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