Erste Ernte 2014

Hallo zusammen,

nach dem Schwarmabgang und einer kleinen Kälteperiode hat sich das Gewicht meiner Bienenkiste No.1 deutlich verringert.
Das liegt natürlich einerseits an den fehlenden Ausflugsmöglichkeiten und wohl auch daran, dass ohne eierlegender Königin das Volk wohl etwas vorsichtig und träge ist.

Erntevorbereitung

Erntevorbereitung

Ich habe mir Tipps im Bienenkisten-Forum eingeholt, wie lange ich denn wohl warten sollte bis ich zur Bauerneuerung schreite, um nicht die junge Königin und damit das Volk zu gefährden.
Nach 4-5 Wochen nach Schwarmabgang scheint es wohl sicher zu sein, dass die Queen in Eilage ist und eine Bauerneuerung weniger riskant ist.
Vor dieser Aktion steht natürlich noch die Ernte des Honigs auf dem Programm, denn ich brauche einen leeren Honigraum, um meine neu gebaute „Trommelschwarmkiste“ dort hineinstecken zu können, aber dazu demnächst mehr.

Prall gefüllt

Prall gefüllt

Also habe ich gestern Abend die Kiste geöffnet und mit einem langen Messer die Waben an dem Übergang zwischen Brut- und Honigraum angeschnitten.

Dadurch erzeugt man eine Sollbruchstelle für die Entnahme der Honigwaben, welche am folgenden Morgen erfolgt.

Bei der abendlichen Vorbereitung wurde die Störung mit wildem Flugangriffen quittiert, die durch meinen Vollschutz aber erfolgreich abgewehrt wurden.
Am heutigen kühlen Morgen war offensichtlich die Erinnerung noch frisch und wütendes Gesumme war in der Kiste zu hören, als ich sie in die Senkrechte kippte.

Ich hatte geplant, nicht den Varroaboden zu entfernen, sondern die Entnahme des Honigs durch die geöffnete Rückwand vorzunehmen, um nicht alle Bienen aufzuschrecken.
Aber schon beim Öffnen der Rückklappe kam mir eine Wolke an Bienen entgegen, die den Honigklau verhindern wollten. Also ruhig bleiben und nicht stören lassen.

Mit einem Torx-Schrauber musste nun die Halteleiste der Waben entfernt werden, welches umständlich ist, da diese innen verschraubt ist und meist von Propolis zugekleistert. Ich ärgerte mich, dass ich nicht schon im letzten Jahr die Verschraubung nach außen gelegt hatte, so wie ich es jetzt für die Ersatzkiste gemacht hatte…

Verdeckelte Honigwabe

Verdeckelte Honigwabe

Nun wurde mit Hilfe von Stockmeißel und Wabenzange jede Wabe entnommen,
die darauf sitzenden Bienen mit meinem neuen Gänseflügel (vorzeitiges Geburtstagsgeschenk) in die Kiste gefegt und die Wabe in eine bienendichte Kunststoffwanne gelegt.

Zum Schluß wurde das Brutraum-Trennschied eingefügt und die Kiste wieder an seinen Platz gekippt. Hunderte von Bienen, die die Kiste verlassen hatten sammelten sich recht schnell wieder am Flugbrett und krochen zurück in die warme Kiste.

Hereinspaziert

Hereinspaziert

17kg süße Füllung

17kg süße Füllung

Nachdem ich die letzten lebenden Bienen aus der Kunststoffkiste in die Freiheit entlassen hatte, konnte ich das Ergebnis der Ernte ermitteln.

Insgesamt 17kg beträgt der Inhalt der Kiste, was ca. 15kg Honig entspricht !!!

Lecker

Lecker

Für die übernächste Woche steht dann also die Umsiedlung der Bienen in eine neue Kiste an, damit sie ein neues Wabenwerk beginnen können, dann werde ich nochmals ca. 20kg Honig dazu bekommen.
Außerdem steht die Ernte von Kiste No. 2 an, sodaß dieses Jahr der Keller von Honig wohl überquellen wird.

Bis dann,
Euer Andreas

2 Kommentare:

  1. Hans Gschwendtner

    Herzlichen Dank für diese tolle,verständliche Info.
    Sie bringt sehr gute Anregungen.
    Gruß,
    Hans Gschwendtner
    Altbürgermeister
    Vilshofen a.d.Donau

  2. Pingback:Im Land wo Milch und Honig fließen – geisibee

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